Die Ausbildung für ein Lehramt dieses Typs erfolgt durch ein 7-semestriges Studium mit einem Studienvolumen von etwa 120 Semesterwochenstunden, welches erziehungswissenschaftlichen und schulpraktischen Anteilen einen besonderen Platz zuweist. Es umfasst das Studium eines Wahl- oder Schwerpunktfaches sowie das Studium der Didaktik der Grundschule bzw. Primarstufe. Alternativ kann für das Lehramt der Grundschule bzw. Primarstufe ein Studium von Lernbereichen oder eines oder mehrerer Fächer bei angemessener Verknüpfung mit fachdidaktischen Fragestellungen absolviert werden. Wahlmöglichkeiten und Schwerpunktsetzungen sind je nach Land unterschiedlich geregelt.
Zum erziehungswissenschaftlichen Grundstudium gehören Allgemeine Pädagogik und
Schulpädagogik sowie Psychologie; zwischen Philosophie und Soziologie/Politologie oder Theologie bestehen unterschiedliche Wahlmöglichkeiten. Das Studium schließt mindestens ein mehrwöchiges Schulpraktikum ein. Es soll auch mindestens ein begleitetes didaktisches bzw. fachdidaktisches Praktikum umfassen. Außerschulische Praktika können die Ausbildung ergänzen.
Das Studium ist auf die wissenschaftlichen Kernbereiche der jeweils studierten Fächer bzw. Lernbereiche ausgerichtet und soll die Fähigkeit zur Durchdringung komplexer Sachverhalte und auch zu fachübergreifendem und interdisziplinärem Arbeiten entwickeln. Die Fächer Deutsch und Mathematik sowie der Bereich der musischen Fächer besitzen dabei in manchen Ländern eine Sonderstellung, die sich in (Mindest-)Studienverpflichtungen oder Pflichtbindungen niederschlägt.
Die Ausbildung entspricht weitgehend der für die Lehrämter der Grundschule bzw. Primarstufe. Je nach Land kann zugleich eine Lehramtsbefähigung für die Primarstufe wie auch für bestimmte Schularten der Sekundarstufe I oder für die gesamte Sekundarstufe I erworben werden. Das Studium der gewählten Unterrichtsfächer – auf wissenschaftlichem Niveau – ist teilweise auf die entsprechenden Schularten bzw. Schulstufen hin ausgerichtet.
(Quelle: Kultusministerkonferenz: Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland)
Bezeichnungen der Lehrämter in den BundesländernVergleichbare Lehrämter werden in den Bundesländern oft unter verschiedensten Bezeichnungen geführt. Die Kultusministerkonferenz hat eine Tabelle erstellt, die Übersicht verschaffen kann.
Lehrerausbildung in den BundesländernDie Lehrerbildung in der Bundesrepublik Deutschland weist aufgrund der Kulturhoheit der Länder und geschichtlich bedingt einen hohen Diversifizierungsgrad nach Schularten und Schulstufen auf. Die Zuständigkeit für die Lehrerausbildung liegt bei den Kultusministerien der Länder, die die Ausbildung durch Studienordnungen und Prüfungsordnungen regeln. Die folgenden Seiten bieten länderspezifische Informationen.







